Hannover. Ab 1. Januar gelten bei Facebook neue Nutzungsbedingungen. Das soziale Netzwerk will künftig noch mehr persönliche Daten sammeln als bisher. Gleichzeit erleichtert es seinen Anwendern, vorhandene Einstellungen zum Datenschutz zu finden und anzuwenden. Die gilt es genau zu kennen, wenn man Facebook weiter verwenden möchte, schreibt das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 1/15.

Bild: .Computermagazin c’t aktuelle Ausgabe 1/15.

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Schon jetzt zahlen Facebook-Nutzer für das vermeintlich kostenlose Netzwerk mit ihren persönlichen Daten. Zukünftig will Facebook seine Nutzer auch auf fremden Webseiten verfolgen dürfen und Standortdaten sammeln. Dann könnte etwa die Speisekarte des Restaurants in der Nähe auf dem Display auftauchen und man sieht, wer von seinen Freunden in der Nähe ist. “Das kann durchaus praktisch sein”, erklärt c’t-Redakteur Daniel Berger. “Man muss aber wissen, dass solche Daten ein genaues Profil von einem anlegen, wann man wo wie lange gewesen ist. Das möchte nicht jeder.”

Wer die neuen Nutzungsbedingungen nicht akzeptieren möchte, muss seinen Account löschen. Persönliche Daten wie Fotos und Videos kann man vorher herunterladen. Loggt sich der Anwender innerhalb von zwei Wochen doch noch mal ein, hat er den Facebook-Account automatisch reaktiviert.

Die persönlichen Einstellungen in Facebook zum Datenschutz waren bisher recht undurchsichtig. Das hat Facebook mit verständlichen Erklärungen verbessert und die Einstellmöglichkeiten auch verfeinert. Man kann sogar bestimmte Werbeeinblendungen als unerwünscht kennzeichnen. “Am Ende erfährt Facebook dadurch aber wieder ein bisschen mehr über den Nutzer und blendet andere Werbung ein. Immerhin verdient der Konzern sein Geld mit personalisierter Werbung”, erläutert c’t-Experte Daniel Berger. “Viele Datenschutzeinstellungen bei Facebook ergeben Sinn und sind zu empfehlen.” Allerdings sollte man auch nie vergessen: Facebook selbst hat Zugriff auf sämtliche Daten, die auf seinen Servern liegen.”

Es gibt ein Online-Portal der digitalen Werbewirtschaft, das einem hilft, nutzungsbasierte Werbung zu unterbinden (www.youronlinechoices.com/de/). Doch das funktioniert über ein Cookie: Das ist ein Softwareschnipsel, den viele Anwender wiederum aus Datenschutzgründen regelmäßig von ihrem Computer entfernen.

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