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Virenschutz fürs iPhone: Sinnvoll oder nicht nötig?

Befällt der Schädling die Monokultur, so hat er in weiterer Folge ein sehr einfaches Spiel. Das ist auch eine Gemeinsamkeit, die die Landwirtschaft mit den Computern hat. Und das ist letztlich auch der Grund, wieso immer wieder Rechner angegriffen werden, die mit dem Betriebssystem Windows laufen. Letztlich liegt der Marktanteil bei rund 90 Prozent – das heißt, die Ausbreitungsmöglichkeit ist sehr wohl attraktiv. Somit ist es nachvollziehbar, warum sich Angreifer auf die Microsoft-Rechner spezialisiert haben.

Wieso man für das iPhone nicht unbedingt einen Virenschutz braucht

iOS hat einen Marktanteil von rund 20 Prozent. Android ist also das wesentlich interessantere Ziel für Angreifer. Trotzdem ist es ratsam, das iPhone mit einer Antiviren-Software zu schützen. Und das, obwohl Apple selbst behauptet, es sei nicht erforderlich, da die Geräte absolut sicher sein würden. Doch ist das richtig? Blickt man hinter die Kulissen, so sind ein paar Dinge zu beachten, die mitunter gerne übersehen werden, wenn man der Aussage von Apple das 100%ige Vertrauen schenkt.

Wird etwa von Apple behauptet, ein iPhone muss mit keinem Antivirenschutz ausgestattet sein, so wurde diese Aussage etwa 2015 mit der Aktion untermauert, als alle im App Store zur Verfügung gestandenen Virenscanner gelöscht wurden. Heute gibt es im App Store jedoch sehr wohl namhafte Apps – so beispielsweise aus dem Hause Norton wie McAfee. Behauptet wird zwar, man benötige keinen externen Schutz, jedoch geht Apple nicht mehr gegen Antivirensoftware vor. Vor allem auch deshalb, weil die neuesten Apps keine „Virenscanner“ sind, sondern sogenannte „Sicherheitstools“.

Aber wie kann sich die derart starke Ablehnung von Apple gegenüber Virenscannern erklären lassen? Einerseits geht es hier um den Aufbau: Jede App, die auf einem iPhone installiert worden ist, befindet sich in einer geschützten Umgebung. Das bedeutet, eine App, die aus dem Store geladen wurde, um für mehr Sicherheit zu sorgen, verspricht in Wahrheit kein Plus an Sicherheit – die App befindet sich nämlich in der sogenannten Sandbox und kann somit nicht auf andere Tools oder Apps zugreifen.

Andererseits ist Apple von Anfang an anders an die Sache herangegangen und hat sich mit dem Hauptübertragungsweg befasst. Das heißt, Viren wie Trojaner kommen in der Regel immer über einen Installationsvorgang in das System – und da ein iPhone-Nutzer nur Zugriff auf Apps hat, die im App Store erhältlich sind, besteht also (fast) kein Risiko, eine manipulierte Datei auf sein iPhone zu installieren.

Arbeitet man mit einem Android-Gerät, so muss man die Apps nicht unbedingt aus dem Google Play Store runterladen, sondern hat von überall einen Zugriff. Das heißt, im Vorfeld wird nicht überprüft, ob es sich um eine schadhafte Software handelt – der Weg für Schädlinge wird somit freigemacht. Nutzt man Android, so ist es unbedingt erforderlich, einen Antivirenschutz zu verwenden.

Es gibt keine 100%ige Sicherheit

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Doch warum gibt es den einen oder anderen iPhone Virenscanner, obwohl dieser – laut Apple und bei genauerer Betrachtung – gar nicht notwendig wäre? Fakt ist: Man darf nicht glauben, nur weil man ausschließlich im Apple App Store Anwendungen runterladen kann, ist man automatisch sicher – auch wenn das Apple von sich behauptet.

Wer etwa eine E-Mail mit einem beigefügten Anhang bekommt, der muss besonders vorsichtig sein. Auch dann, wenn die E-Mail von einem guten Freund geschickt wurde. Denn mitunter kann der Anhang virenverseucht sein – und das würde mitunter problematisch werden, wenn man keinen Virenscanner auf seinem iPhone hat. Der Eindringling würde unbemerkt in das System kommen und sodann einen nicht zu unterschätzenden Schaden anrichten.

Um die für sich perfekte Software zu finden, ist es etwa ratsam, sich mit den unterschiedlichen Produkten zu befassen. Nur dann, wenn man einen Überblick bekommt, welche Produkte überhaupt zur Verfügung stehen, ist es möglich, sodann das für sich passende Programm zu bekommen. Letztlich geht es nicht nur um den Preis, sondern auch darum, welche Leistungen geboten werden.

Ist man nach einem direkten Vergleich aber noch unsicher, so helfen mitunter Test- wie Erfahrungsberichte weiter, die problemlos im World Wide Web zu finden sind.

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