Bereits mehr als drei Viertel aller Menschen in Deutschland gaben im Jahr 2015 an, das Internet regelmäßig zu nutzen. In der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren waren sogar 99 Prozent der Befragten regelmäßig online. Diese Auslastungszahlen lassen die Herzen der Internetbetreiber höher schlagen. Mehr Nutzer bedeutet allerdings auch eine höhere Auslastung des Netzes. Besonders wichtig für User ist eine stabile Verbindung und schneller Up- und Download.

Quelle: Clker-Free-Vector-Images/pixabay.com

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Um den Kunden bestmögliche Voraussetzung zum Surfen bieten zu können, wird an der Technologie laufend gefeilt. PC User jüngerer Generationen können sich gar nicht vorstellen, wie viele Kabelverbindungen früher notwendig waren, um einen neuen PC in ein Netzwerk einzubinden und mit einem Internetzugang zu versorgen. Wahre Kabelsalate waren unter den Schreibtischen zu finden. Heute kommt in Privathaushalten und Unternehmen vermehrt WLAN (wireless local area network) zum Einsatz. Der große Vorteil dabei ist, dass man neue Endgeräte sehr schnell und unkompliziert in ein bestehendes Netzwerk integrieren kann. Die einzig notwendige Verkabelung verbindet den Router mit der Telefonbüchse. Der Router fungiert als Basisstation, von wo aus die Signale ausgesendet werden. Aus praktischen Gründen wird der Router in der Regel in der Nähe der Telefondose aufgestellt, die sich oft in Vorräumen befindet. Oft ist dort jedoch nicht der optimale Standort für einen Router zu finden. Möchte man von überall im Haus oder in der Wohnung auf eine stabile Internetverbindung zugreifen können, sollte man das Gerät möglichst zentral positionieren. Bringt man den Router in einem Schrank oder am Boden unter, muss man auf die optimale Netzwerkgeschwindigkeit verzichten und mit Störfällen rechnen. Ein idealer Platz für den Router befindet sich in Deckennähe, am besten in einem Regal. Jede Mauer, die das Funksignal durchdringen muss, wirkt sich negativ auf den Empfang aus. Auch andere Geräte können die Funktionsweise eines Routers stören. Da es sich bei WLAN um ein Funknetz handelt, wirken andere Geräte die mit ähnlichen Frequenzen funktionieren, als Störfaktor. So kann es in der Nähe eine Mikrowelle, bei der Verwendung eines Babyfons oder sogar beim gleichzeitigen Betrieb eines Radios zu Störungen kommen.

Kabelverbindung ist umständlich, aber stabil

So praktisch ein WLAN Netz für den privaten oder geschäftlichen Gebrauch auch ist, eine permanent stabile Verbindung garantiert ein Netzwerkkabel. Hier muss man keine Funkstörungen in Kauf nehmen und die Anzahl der angeschlossenen Endgeräte hat keinerlei Auswirkung auf die Downloadgeschwindigkeit. WLAN ist oft außerhalb der eigenen vier Wände nicht verfügbar. Andere Netzwerke und die dicken Hausmauern lassen die Verbindung häufig abbrechen, oft kann man auf dem Balkon oder im Garten gar nicht auf das Internet zugreifen. Möchte man auch im Außenbereich auf eine sichere Verbindung zugreifen können, sollte man in ein spezielles Netzwerkkabel Outdoor investieren. Normale Netzwerkkabel sind nicht auf die Lagerung im Freien ausgerichtet. Die Outdoor Kabel sind mit einer speziellen Beschichtung ausgestattet. Dadurch ist das Innenleben vor den Witterungseinflüssen wie Kälte, Regen oder UV-Strahlen optimal geschützt.

Fazit

Wer eine stabile Internetverbindung ohne Sendeausfälle benötigt, ist mit einer Ethernet-Kabelverbindung gut beraten. Verbindet man sämtliche Endgeräte mit einem Netzwerkkabel, schafft man ein in sich geschlossenes Netzwerk. Bei diesen Systemen ist das Risiko von Missbrauch durch Außenstehende geringer als beim Funknetzwerk. WLAN allerdings lässt sich ganz einfach von Laien installieren. Hat man erst einmal den Router auf einem passenden Ort aufgestellt, kann man mit Tablet, Smartphone, PC oder Laptop zugreifen oder sogar den Fernseher an das Internet anschließen. Allerdings muss man Sendeausfälle in Kauf nehmen und setzt sich einem höheren Risiko für Cyberkriminalität aus. Abhilfe schafft die Vergabe eines sicheren Passworts aus einer schwer zu knackenden Buchstaben- und Zahlenkombination, die man am besten noch dazu mit Sonderzeichen kombiniert.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion TeDaMo.de an. Sie schreibt als Journalistin über technische Innovationen in der Welt der Telekommunikation. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@tedamo.de
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